skip to main content

IKKN-Workshop: Kommunale Partizipation in Nahost

Rückblick zur Online-Veranstaltung vom 1. Dezember 2020

Im Zuge des Arabischen Frühlings forderten die Menschen in der MENA-Region grundlegende politische, soziale und wirtschaftliche Veränderung. Auch auf lokaler Ebene wollen die Einwohnerinnen und Einwohner über aktuelle Entwicklungen informiert sein und sich aktiv an den lokalen Entscheidungsprozessen beteiligen.

Wie kann dieser Wunsch nach lokaler Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Libanon, der Türkei, in Palästina und in Jordanien bei der kommunalen Partnerschaftsarbeit unterstützt werden? Zum virtuellen Austausch zu dieser Frage folgten etwa 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung.

Moderiert wurde die Online-Veranstaltung von Dr. André Sleiman, dem Büroleiter der Nichtregierungsorganisation Democracy Reporting International (DRI) Libanon. In seiner Einführung erörterte er die Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Libanon, in Jordanien und in Palästina. Ergänzend dazu referierten Bülent Arslan und Cansu Cankayali (imap) zu Partizipationsmöglichkeiten in der Türkei.

Annemarie Rufer berichtete aus Sicht der Nablus-Initiative INNA. In der Projektpartnerschaft Nürnberg-Nablus, so die Referentin, können die Ansätze zur Beteiligung von Frauen als positives Beispiel deutsch-palästinensischer kommunaler Partnerschaften gewertet werden.

In den anschließenden Arbeitsgruppen diskutierten die Projektbeteiligten dann angeregt die länderspezifischen Möglichkeiten und Herausforderungen der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Projektarbeit.

Der Tenor unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Trotz vielfältiger politischer, gesellschaftlicher und rechtlicher Herausforderungen im Bereich der kommunalen Partizipation in der Region Nahost, aber auch in Deutschland, gibt es auf der lokalen Ebene viele positive Ansätze. Die kommunale Entwicklungszusammenarbeit bietet somit gute Möglichkeiten, Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen und somit Partizipation, Transparenz und Demokratie gesamtgesellschaftlich sowie projektbezogen zu stärken.

Weitere Meldungen