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Allgäuer Kommunen bereiten sich auf ihre Reise in den Libanon vor

Dreitägiges Qualifizierungsseminar zum Libanon in Hergatz/Allgäu

Landeskunde, interkulturelle Kommunikation und Sicherheitsaspekte – all diese Themen wurden intensiv in einem dreitägigen Qualifizierungsseminar zum Libanon behandelt, das die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vom 28. bis 30. August 2017 in Hergatz/Allgäu organisierte. Im November werden Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt fünf Allgäuer Kommunen im Rahmen der „Initiative Kommunales Know-how für Nahost“ in den Libanon reisen um Projektpartnerschaften mit flüchtlingsaufnehmenden Kommunen vor Ort auszuloten. Dafür heißt es sich vorzubereiten, um die Situation und Eindrücke während der Reise besser einordnen zu können: „Durch den Workshop haben wir viel Neues über den Libanon erfahren und Ängste und Unsicherheiten aus dem Weg geräumt“ sagte ein Teilnehmer während der Abschlussrunde.

Insgesamt 17 Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen Hergatz, Heimenkirch, Opfenbach, Amtzell und Gestratz nahmen an dem Qualifizierungskurs teil, darunter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, ehrenamtlich Aktive und Gemeinderatsmitglieder. Die Grundschule in Wohmbrechts, einem Stadtteil von Hergatz, stellte ihre Räumlichkeiten für das Seminar zur Verfügung.

Am ersten Tag wurde in die Geschichte und moderne Politik des Libanon eingeführt, auch Libanons Rolle in regionalen Konflikten präsentiert. Der zweite Tag widmete sich intensiv den Themen Kommunalstrukturen im Libanon und interkulturelle Kompetenz. In Arbeitsgruppen wurden bereits erste Ideen zusammen getragen, welche Art von Projekten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den fünf Kommunen vorstellen können und welche Kompetenzen sie dafür mitbringen. Am letzten Tag wurden Sicherheitsaspekte angesprochen. Ein erster Programmentwurf für die Reise wurde zur Diskussion gestellt und eine Kommune aus dem Nordlibanon konkret mit Bildern und vielen Details vorgestellt.

Mit dabei waren auch ein Berater aus dem Libanon, der Kommunen vor Ort identifiziert und die Reise vorbereitet und ein in Deutschland lebender Libanese, der das vorgestellte Dorf im Nordlibanon im Rahmen des Projektes vertritt. Beide berichten eindringlich über die aktuelle Situation der Kommunen im Libanon und wie diese mit der großen Anzahl von Geflüchteten umgehen. Ein Viertel der Einwohnerinnen und Einwohner im Libanon kommen aus Syrien.

Die Gruppe plant, vor Abreise noch einmal zusammen zu kommen, um letzte Vorbereitungen und Absprachen zu treffen. Am Ende des Seminars erstellten die Teilnehmenden eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe, um vor und nach der Reise in Austausch zu bleiben.

Die Delegationsreise wird vom 5. bis 12. November 2017 stattfinden und sich neben Treffen in Beirut auf Besuche in Kommunen im Norden des Landes und der Bekaa-Region konzentrieren. Die Reise wird fachlich von dem Projektteam begleitet.

Weitere Impressionen zum Qualifizierungsseminar finden Sie hier.